Beim Jugendrotkreuz-Bundesbewerb sicherten sich die Jugendgruppen aus Sillian den ersten und zweiten Platz in der Altersklasse Jugend II. Gegen 30 Teams aus ganz Österreich bewiesen die Jugendlichen Nervenstärke und eindrucksvoll ihr Können in Erster Hilfe, Teamarbeit und sozialem Wissen zu den Rotkreuz-Jahresthemen Blut- und Stammzellenspende sowie Zivilcourage – und holten so den Bundessieg nach Tirol.
Die Konkurrenz war stark, der Siegeswille auch – und damit sicherten sich die Rotkreuz-Jugendgruppen aus Sillian beim Jugendrotkreuz-Bundesbewerb am 18. Juli 2026 in Salzburg einen beeindruckenden Doppelsieg. 30 Teams in der Altersklasse Jugend II (14-17 Jahre) aus ganz Österreich waren am Start und stellten sich anspruchsvollen Bewerbsstationen. Dabei führte kein Weg an den Osttiroler:innen vorbei. Das Team Sillian 2 holte mit 1.775 Punkten den Bundessieg, knapp gefolgt von Sillian 1 mit 1.759 Punkten. „Es waren richtig starke Teams vor Ort. Umso bemerkenswerter ist der Erfolg der Osttiroler Jugendlichen, die bei allen Bewerbsstationen überzeugen konnten“, freut sich Dominik Kornfeldner, Landesjugendreferent im Roten Kreuz Tirol.
Ein Erfolg, hinter dem viel Einsatz steht
Der Doppelsieg kommt nicht von ungefähr. Bereits beim Tiroler Jugendrotkreuz-Landesbewerb 2025 in Seefeld sowie beim Bezirksbewerb in Osttirol 2026 belegten die Teams aus Sillian die Stockerlplätze. Mit dem Bundesbewerbssieg krönen die Jugendlichen nun ihre außergewöhnlich erfolgreiche Bewerbssaison. Dieser Erfolg ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen. Regelmäßige Trainings sowie die intensive Auseinandersetzung mit Erster Hilfe und sozialen Themen bilden die Grundlage, auf der die Jugendlichen schließlich ihre Leistung abrufen können. „Noch wichtiger als der Erfolg ist die Haltung der jungen Menschen“, sagt Dominik Kornfeldner. „Sie sind bereit, soziale Verantwortung zu übernehmen und das ist eine große Bereicherung für die Gesellschaft“.
Es geht um mehr als um Punkte
Auch für Nina Walch, Projektleiterin Jugendservice im Jugendrotkreuz Tirol, geht es um mehr als nur um Punkte und Platzierungen. „Unsere Kinder lernen in den Rotkreuz-Jugendgruppen, wie sie in Notfällen richtig handeln und als Team Lösungen finden. Diese Fähigkeiten begleiten sie ihr Leben lang und stärken das gesellschaftliche Miteinander“. Was also am Ende zählt, ist nicht nur der Sieg, sondern vor allem die Gewissheit, dass die Jugendlichen Menschen in schwierigen Situationen kompetent helfen können.
Nachwuchs mit Perspektive
Der Erfolg der Rotkreuz-Jugendgruppen aus Sillian unterstreicht, welches Potenzial in der Jugendarbeit des Roten Kreuzes steckt. Gleichzeitig zeigt er, wie groß das Interesse junger Menschen an einer sinnstiftenden Freizeitgestaltung ist. „Der Bedarf an Angeboten, bei denen Gemeinschaft, Verantwortung und gelebte Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen, steigt. Das spüren wir in unseren Rotkreuz-Jugendgruppen deutlich“, sagt Nina Walch. Aktuell engagieren sich rund 450 Kinder und Jugendliche in einer der 37 Rotkreuz-Jugendgruppen in Tirol. „Und wer weiß, vielleicht ist unter ihnen schon das nächste Team, das einen Bundessieg nach Hause holt“, ergänzt Dominik Kornfeldner.



Text: ÖRK Tirol
Foto: wildbild & Klammer