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Jungbürgerfeier für die Jährgänge 1992 -1996

Geschrieben von: Gemeinde Sillian, Fotos Peter Leiter, 05.10.2015

jungbuergerfeier 15


Am vergangenen Samstag fand die Jungbürgerfeier der Jahrgänge 1992 – 1996 in Sillian statt.

Ca. 70 Jungbürger haben  an der Feier teilgenommen, welche von Julian Kraler, Magdalena Kraler, Raphael Walder, Daniela Walder, Sabrina Schneider sowie Desiree und Marco Pichler mitorganisiert wurde.



 

 

 


Begonnen wurde mit einer Hl. Messe, die von unserem Dekan Anno in der Pfarrkirche würdig gestaltet wurde. Umrahmt wurde die Messfeier vom Jugendchor Strassen, Jungbürger lasen die Fürbitten.
Im Anschluss fand der offizielle Teil im Kultursaal Sillian, mit musikalischer Unterstützung der LMS Sillian-Pustertal, statt.

Die Begrüßung aller Anwesenden wurde von Bgm. Schiffmann vorgenommen:
„Das Ziel der Jungbürger ist  das „Erwachsen-werden und Erwachsen-sein! Das hat eng mit dem Begriff Zukunft zu tun“, dazu wurde passend ein Zitat von Woody Allen angeführt:
„Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens verbringen werde.“

Jeder möchte ein angenehmes Leben führen, völlig frei in jeglicher Entscheidung, finanziell unabhängig, gut versorgt und abgesichert, mit sicheren emotionalen Bindungen zu Familie und Freunden, geachtet und geliebt.

Doch die Zukunft hat nicht nur angenehme Seiten. Sie ist unabdingbar mit einer anderen verbunden, mit Anstrengungen und Konfrontationen in der Berufswelt, mit Einschränkungen und Verzicht mit Enttäuschung und Verlust.

Doch  vieles kann beeinflusst und gestaltet werden. Die Jungbürger wurden von Bgm. Schiffmann aufgefordert entscheidend dazu beizutragen, dass es eine Zukunft wird, in der es sich zu leben lohnt.

Auch der Staat und die Gesellschaft sind auf die Aktivitäten der „Jungen“ angewiesen. Alle können Ihre Meinung als Wähler kundtun, sich selbst für politische Funktionen zur Verfügung stellen oder auf Vereinsebene mitarbeiten.

Abschließend wünschte Bgm. Schiffmann jedem Einzelnen viel Erfolg im Leben und Leidenschaft, seine eigene und unsere gemeinsame Zukunft mitzugestalten.

Nach der Ansprache von Bgm. Schiffmann referierte Bernd Fast, Direktor des SPZ Sillian, über die vielfältigen Facetten des Lebens und wie stark der Wert des Lebens von der Beziehung zu Menschen abhängt. Weiters stellte er auch nochmals kurz das Sonderpädagogische Zentrum in Sillian vor.

Geschätzt wird, dass weltweit 15 % aller Menschen eine Behinderung aufweisen, immerhin jeder 7. Mensch auf der Erde.
Es gibt viele Arten und Ursachen von Behinderungen und jeder Behinderte ist einzigartig, genau wie jeder Nicht-Behinderte, wie wir alle hier.

Das ist es auch, dass Bernd Fast an seiner Arbeit so viel Freude macht, die Einzigartigkeit jedes Kindes und die Förderung und Entwicklung seiner Stärken.

Die Allgemeine Sonderschule gibt es seit 1973, 1990 wurde sie jedoch aufgelöst und an die HS Sillian angeschlossen. Ab 2000 wurde jedoch wieder eine eigene Sonderschule unter der Leitung von Bernd Fast eröffnet.
In der Schule haben die Schüler die Möglichkeit, ganz individuell Förderung zu bekommen.

Die soziale Inklusion fordert, dass jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft  akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben und teilzunehmen. Die Unterschiede zwischen den Menschen sollen zwar wahrgenommen werden, aber nicht als Besonderheit gesehen werden.

Das gilt übrigens nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern muss für alle gelten, also auch für unterschiedliche Rassen, Religionen, Herkunft usw.

Direktor Fast wünschte allen alles Gute für die Zukunft.

Im Anschluss machte sich Desiree Pichler Gedanken zum Begriff "Heimat", die wir hier ungekürzt, weil treffend, anführen:

Heimat

Den Spruch „i will anfoch weg von do“ oder auch „Endlich ausn kemmen von Osttirol“ ist mir bis jetzt ziemlich häufig zu Ohren gekommen. Meistens hört man ihn von Leuten, die gerade frisch die Matura oder die LAP im Sack haben.
Doch wenn ich dann nach einiger Zeit mit denselben Menschen rede, erzählen sie mir gerne, wo sie überall waren oder wie es auswärts ist. Ich kenne das, ich bin selbst für kurze Zeit nach Salzburg gegangen. Und mitten im Gespräch kommen mir auch Sätze wie „i wa gern wieda daham“, „daham is decht am Besten“ oder sogar „Irgenwonn zieh i wieda her“ unter.

Es ist mir schon klar, warum man manchmal weg muss. Sei es Ausbildung, bessere Jobchancen, Weiterbildung, die Liebe oder einfach ein Tapetenwechsel.

Aber warum dann zurückdenken oder sogar zurückkehren?

Die gleiche Frage stellen wir uns doch auch bei den meisten Urlaubern. Warum kommen wir hier her?

Wir müssen uns einfach eingestehen, hier ist es schön! Und nicht nur schön genug um auf die Berge unsere Selfiesticks auszupacken und im Internet alle teilhaben zu lassen.

Sondern wirklich schön. Und hier in Osttirol ist es auch sicher.

Sicher woher der Metzger sein Fleisch hat, sicher bei welchem Bauern ich meine Milch hole. Schöne Berge, kein Lärm und auch gute Luft.
Es ist auch sicher, dass es immer diese Jammerer geben wird, denen nichts gut genug ist. Weder hier noch irgendwo anders.
Es ist aber auch so sicher, dass wenn man nach Hause kommt, die Oma immer noch am Besten kocht und in Opas Garten das beste Obst und Gemüse wächst.

Vielleicht sollten wir alle einmal die Augen genauer aufmachen und sehen wie gut es uns eigentlich geht und wie weit weg Krieg und Leid sind.
Und wenn unser größtes Problem ist, wer was in der Kirche "anhat" und der neueste Klatsch, dann kann hier alles nicht so schlimm sein. Und ich für meinen Teil kann damit leben.

Wir haben Glück, dass wir hier geboren sind und müssen es zu schätzen wissen.

Nach dieser schönen Rede sprach Marco Pichler das Gelöbnis, dem die Landeshymne folgte.

Die Geschenke wurden von Bgm. Erwin Schiffmann und Bgm.-Stellvertreter Anton Calovi an die Jungbürger ausgeteilt. Anschließend erfolgte ein gemeinsames Essen!

Um 22.00 Uhr startete die öffentliche Oktoberfestparty, bei der die Band „XDREAM“ für gute Stimmung sorgte.

 

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