Wappen der Marktgemeinde Sillian





Informationen Rotes Kreuz - Bezirksstelle Osttirol

Geschrieben von: Rotes Kreuz - Bezirksstelle Osttirol, 03.04.2020

rotes kreuz corona

Mit dem Betreuten Fahrdienst vom Roten Kreuz, wie bisher, sicher unterwegs! Wir sind weiterhin bzw. umso mehr um unsere laufenden Transport-Aufträge bemüht und übernehmen gerne Fahrten zu und von notwendigen medizinischen Behandlungen.

Alle unsere KundInnen fahren mit rettungsdienstlich, in Hygiene ausgebildetem Personal und werden mit der nötigen Sorgfalt und erforderlichen Schutzvorkehrungen auch in dieser Zeit fürsorglich und beratend betreut.

Eine Ausnahme gibt es für PatientInnen, die sich gerade von Covid-19 erholen. Diese können wir nicht mit unseren Fahrzeugen des betreuten Fahrdienstes transportieren – das übernimmt der qualifizierte Krankentransport über die Leitstelle Tirol (14844).

Die im Zuge der Corona-Pandemie gesetzten vorsorglichen Maßnahmen, z.B. dass wir keine Mehrfachtransporte mehr durchführen, hatten auch eine Aufstockung unserer personellen Ressourcen zur Folge, woraufhin Dienstschichten verlängert und in diesem Bereich auch zwischenzeitliche Urlaubssperren ausgesprochen wurden. Bei womöglich steigenden Anforderungen können wir eine flexible Anpassung durch freiwillige HelferInnen sicherstellen.

Unsere Soziale Servicestelle ist weiterhin telefonisch für Sie erreichbar unter 04852-62321 und gibt Auskunft, wenn Sie unaufschiebbare oder mit diversen Krankenanstalten zu koordinierende Termine haben.

rotes kreuz betreuter fahrdienst 1
Vor allem unsere Zivildiener, als jüngste Mitarbeiter, schaffen es immer wieder, Ablenkung durch ein gewinnendes Lächeln und ihre unbekümmerte Solidarität, in den nicht immer einfachen Alltag unserer Fahrgäste zu bringen.


Team Österreich Tafel: Kostenlose Lebensmittelausgabe der Tafel in Lienz und Sillian gewährleistet

WIR freuen uns, auch weiterhin für unsere Kunden der Team-Österreich-Tafel da sein zu können und wollen damit Menschen mit knappem Budget (AlleinerzieherInnen, Arbeitslose, Mindestpensionisten beispielsweise …), gerade in diesen Tagen mit ihrem Schicksal nicht alleine lassen. Gemeinsam mit unserem unermüdlichen „Gespann“ Monika Troger und Raimund Gander konnten wir durch einen abgeänderten Ausgabemodus in Lienz (5 Abholer jeweils im 15-Minuten-Takt), eine zufriedenstellende und sichere Lösung für Kunden und MitarbeiterInnen finden:
 
Die KlientnInnen wurden entsprechend informiert und können nun zu fix vorgegebenen Zeiten ihre fertig vorgepackten Lebensmittel, je nach Anzahl der Familienmitglieder und vorheriger mündlicher oder telefonischer „Bestellung“, bei uns abholen.

In Sillian werden die Lebensmittel derzeit durch ein freiwilliges Team von MitarbeiterInnen bei den Händlern vor Ort eingesammelt und anschließend, je nach Bedarf und vorheriger Anmeldung (über die Soziale Servicestelle) im Oberland zugestellt.

Trotz geforderter Maßnahmen durch das Corona-Virus haben wir in Lienz und nun auch in Sillian eine Möglichkeit gefunden, unsere Kunden mit dem notwendigen Abstand und zu ihrem Schutz sowie dem unserer MitarbeiterInnen, weiterhin bestmöglich unterstützen.

Gespendet werden diese Lebensmittel – dankenswerter Weise *) - nach wie vor von regionalen Händlern und Bäckereien, die jeweils am Samstag Nachmittag von unseren MitarbeiterInnen eingesammelt werden.

*) Anmerkung:

Firma Zuegg hat diese Woche z.B. 68 Lagen Frischeier, 20 Kartons Pommes Frites und 200 lt. Frischmilch gespendet; … u.a. wird auch an Tierfutter gedacht.

In Lienz holten diesen Sonntag insgesamt 37 Kunden ihre Pakete ab (pro Familie kann man im Durchschnitt mit 4 Mitgliedern rechnen – das sind ca. 148 Personen, die eine Wochenration an Lebensmitteln mitnehmen können). In Sillian wurden heute 5 Familien beliefert; bei Bedarf können sich gerne auch jene bei uns melden, die schon bisher über die Tafel Lebensmittel bezogen haben!

    
team oesterreich tafel mitarbeiter 032020
Gander Raimund und Troger Monika mit den am Vortag (von ihrem Team) zusammengestellten Lebensmittelpaketen

Raimund in einem kurzen Dialog:

„Es ist in diesen Tagen für alle unsere Kunden schwierig, aber es gibt Einzelne, die zu Tränen gerührt darüber sind, dass wir weitermachen und immer noch SO VIEL an Lebensmitteln für sie übrighaben.

Manche haben wirklich Respekt und auch Angst vor einer möglichen Ansteckung, weshalb sie sich sehr diszipliniert an unsere Vorgaben – das Abstandhalten und die neuen Ausgabezeiten am Sonntag – halten. Ich bin nun schon lange „in diesem Geschäft“, aber es gibt nach wie vor Situationen, die mich bewegen und tagelang gedanklich beschäftigen – dies sind nun wirklich wieder ganz neue Umstände und ich hoffe inständig, dass auch diese ein gutes Ende nehmen.“

Bei Fragen zu diesem (bezüglich Abholung in Lienz bzw. die Lieferung im Oberland) oder anderen Leistungsbereichen, wenden Sie sich bitte an unsere Soziale Servicestelle unter 04852-62321-DW 120, Referatsleiter Wilhelm Granig (Montag bis Samstag, von 7:00 bis 19:00 Uhr) – wir helfen gerne weiter!  


Wilhelm GRANIG MBA
Österreichisches Rotes Kreuz
Bezirksstelle Osttirol | Referatsleiter GSD
T:  (+43)4852/62321-120
Mail: wilhelm.granig@roteskreuz-osttirol.at
W:     www.roteskreuz-osttirol.at

 


SCREENING - Rotkreuz-Arzt Dr. Franz Krösslhuber im Interview
Das Wohlergehen der Bevölkerung ist und bleibt uns wichtig!
 

Seit gestern Montag (31.3.) gibt es beim Screening-Stützpunkt in Lienz (Parkplatz Zettersfeld-Talstation) einige ergänzende Maßnahmen – wie die neu zugeteilte Schutzausrüstung des Landes, ein teilweiser Ersatz des ursprünglichen Teams, Änderungen im Ablauf und der Logistik … Dazu und wie der chronologische Ablauf einer Testung erfolgt bzw. die Erfordernisse, wenn jemand getestet werden soll, haben wir Dr. Franz Krösslhuber, als Teamleiter der „Corona-Abstriche“ in Osttirol, befragt.

Im März waren es bis zu fünf Ärzte, die sich den sehr verantwortungsvollen Dienst an der „Drive-in-Station“ teilten, für den April werden es bis zu acht Ärzte sein. Zum „Proband“ wird man, indem man zuerst den Fragebogen unter corona.leitstelle.tirol ausfüllt und dieser ergibt, dass die Gesundheitshotline 1450 angerufen werden soll. Dort erhält man einen Nummerncode, den Tag der Testung (jeweils ab 17:00 Uhr) und weitere, notwendige Erklärungen. An der Screening-Station postierte Einsatzkräfte geben weitere Anweisungen. (Im Übrigen sind es die Einsatzorganisationen – wie hier – das Rote Kreuz Osttirol über deren Einsatzleitung und Soziale Servicestelle sowie die jeweils diensthabenden MitarbeiterInnen und die Feuerwehr Gaimberg, die für das richtige Timing und einen korrekten Ablauf an dieser Screening-Station sorgen – vielen Dank dafür!)

Dr. Krösslhuber im Detail zu den von uns gestellten Fragen:

Wie können wir uns den aktuellen Ablauf vorstellen, wie viele Personen sind im Screening-Team und welche Belastungen kommen auf euch zu?

Nach ihrer Anmeldung bei 1450 erhalten die Probanden einen Zeitpunkt, zu dem sie sich pünktlich am Zettersfeldparkplatz einfinden müssen; auf der Fahrt zum Screening müssen sie eine Mund-Nasen-Schutz-Maske tragen, und kurz vor Ankunft am Parkplatz das Fahrzeuginnere gut durchlüften (alle Fenster öffnen). Sie fahren bis zum Eingang der Talstation vor, erhalten dort die sie betreffenden Informationen und es wird der Rachenabstrich abgenommen. Dabei streicht der Arzt unter drehenden Bewegungen einen Watteträger mit leichtem Druck über die Rachenhinterwand, was zwar nicht angenehm ist, aber nur ganz kurz dauert; ein Würgreiz ist dabei häufig, gelegentlich auch Hustenreiz; letzterer sollte nach Möglichkeit unterdrückt werden, solange das Fenster noch offen ist. Anschließend fährt der Proband wieder weg und wartet, bis er in der Regel am übernächsten Tag telefonisch vom Ergebnis informiert und über weitere Maßnahmen unterrichtet wird (Hier bitten wir, nicht selbstständig anzurufen, da das unsere Telefonkapazitäten überlasten kann).

Die Belastungen für das Team sind überschaubar; obwohl wir durch den recht nahen Kontakt mit Verdachtsfällen einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, können wir durch konsequentes Tragen der PSA dieses Risiko signifikant reduzieren. Wir halten das Abstrichteam bewusst auch sehr klein und überschaubar, zudem kontrollieren wir uns selbst regelmäßig mit Rachenabstrichen, um die Probanden keinem Ansteckungsrisiko auszusetzen.

Wie erfolgt die Rückmeldung an die Getesteten?

Den getesteten Personen wird das Ergebnis des Abstrichs nach etwa zwei Tagen telefonisch durch die Behörde mitgeteilt, wobei jedem bewusst sein muss, dass ein Abstrich eine Momentaufnahme ist und ein negatives Ergebnis nur aussagt, dass am betreffenden Tag keine Viren im Rachen zu finden waren; das kann sich im Lauf der Erkrankung aber von Tag zu Tag ändern. Die Tests sind zwar vergleichsweise verlässlich, aber beim Menschen und in der Medizin ist nichts 100% sicher.

Daraus ergibt sich, dass man bei entsprechenden Krankheitszeichen, wie Fieber, trockenem Husten und vor allem Atemnot trotz negativem Test von einer COVID-19 Erkrankung ausgehen muss und in diesem Fall als COVID-19 Verdachtsfall gilt.

Auf welche Reserven können wir/ihr zurückgreifen? (Tests, Auswertung, Eigenschutz …)

Für mich schwierig zu beurteilen, wir selbst halten eigene Reserven bewusst klein, wir hamstern nicht, um möglichst vielen die Gelegenheit zu geben, zu testen, sich zu schützen und bestmögliche Medizin betreiben zu können. In dieser Krise darf niemand Egoist sein, wir müssen uns als große sich gegenseitig unterstützende Gemeinschaft sehen.

Welchen Sinn machen zusätzliche Tests, z.B. Antikörper …?

Unterschiedliche Tests decken unterschiedliche Bereiche ab. Der dzt. verwendete, sogenannte „PCR-Test“ erfasst Viren im Rachenbereich, die Auswertung im Labor dauert hier vier bis sechs Stunden. Dazu kommen natürlich noch logistische Zeitfaktoren (Transporte, Verwaltung, Telefonate mit Betroffenen etc.).

Schnelltests: diese haben eine unterschiedliche Qualität (die besten sind bereits ausverkauft) und dauern 15-20 min, sie weisen nicht das Virus selbst nach, sondern die Antikörper, die der Mensch gegen das Virus bildet; geeignet für epidemiologische Fragen, sind weniger verlässlich, da sie vermutlich auch andere (harmlose) Coronainfektionen außer SARS-CoV-2 erfassen; d.h. man kann dzt. nicht immer sicher sagen ob jemand an COVID-19 erkrankt ist oder eine andere Coronainfektion hatte.

Serologische Tests: weisen ebenfalls Antikörper nach, die je nach Antikörperklasse erst im Verlauf der Erkrankung etwa nach 5-6 Tagen auftauchen; d.h. erst relativ spät im Verlauf einer COVID-19 Erkrankung weiß man, ob es diese Erkrankung ist; Vorteil: nicht nur eine Momentaufnahme und vor allem kann man sagen ob jemand COVID-19 schon durchgemacht hat und immun dagegen ist.

Wie ist Ihre ganz persönliche Einschätzung zur Situation?

Persönlich glaube ich, es wird uns länger beschäftigen und einschränken als wir jetzt vermuten, ich hoffe und erwarte auch, dass es uns deutlich weniger schwer trifft als manch andere Länder, wenn wir alle geduldig bleiben und konsequent unser Verhalten – wenig bis keine sozialen Kontakte, Distanz halten, Händewaschen, Hände weg vom Gesicht, Lüften, auch die richtige Maskennutzung – beibehalten.

Zudem bin ich ein Anhänger des intelligenten Testens, d.h. nicht generell alle, dazu haben wir auch nicht die Kapazität, sondern großzügig Kontaktpersonen, Kranke, Risikopersonen und Menschen mit notwendigerweise weiterhin vermehrten face-to-face Kontakten, wie Verkäuferinnen, Gesundheitspersonal von der Ordination bis zum Sozialsprengel, Polizisten u.a. ähnlich exponierte Personen.


epidemie drkroesselhuber drburger
Dr. Franz Krösslhuber (Leiter Screening-Team) und Epidemiearzt Dr. Josef Burger

Wenn es auch in Ihrer Umgebung einen vermeintlichen Verdachtsfall gibt, bitte den Fragebogen auf corona.leitstelle.tirol ausfüllen, hier erfolgen dann weitere Anweisungen. Es ist nicht möglich, das Screening-Team direkt zu alarmieren. Menschen, die beruflich viele Kontakte mit anderen Menschen haben (Verkäuferinnen, Gesundheitspersonal, Polizisten, usw.) sollen sich großzügig testen lassen. Dies trifft auch auf erkrankte Familienmitglieder dieser Berufsgruppen zu. Hier ist meist die Anmeldung über die Hausärzte der raschere Weg.

Stephan HOFMANN, MScGeschäftsführer
Österreichisches Rotes Kreuz, Bezirksstelle Osttirol
T: (+43)4852/62321 - 152
Mail: stephan.hofmann@roteskreuz-osttirol.at

Fotos: RK Osttirol / Erlacher




 

 









logo veranstaltung innichen

Sillian - familienfreundliche Gemeinde

Landesmusikschule Sillian Pustertal
Öffentliche Bücherei Sillian
klimabuendnis-gemeinde

Mei Infoeck - Das Jugendportal des Landes Tirol

 

Livecam Sillian

Livebild Sillian
Aktuelles Wetter

ZAMG - Wetterstation Sillian
Lage von Sillian

Lage von Sillian



Marktgemeinde Sillian

A-9920 Sillian 86
T: 04842/6321, F: 04842/6321-20
E: gemeindeamt@marktgemeinde-sillian.at

Amtszeiten:
Montag 08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag bis Freitag 08.00 - 12.00 Uhr





Logo W3C W3C XHTML      (c) Marktgemeinde Sillian 2020 | Impressum | Sitemap