| Das Solarpotenzial Osttirols |
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Im Rahmen des vom Regionsmanagement Osttirol initiierten Projekts „energie|region Osttirol“ wurden für ganz Osttirol die Sonnenscheindauer und die die damit verbundenen Solarpotenziale ermittelt.
Die Solarpotentialstudie wurde von der Firma Laserdata in Innsbruck erstellt und durch das Leader-Programm sowie aus Mitteln der Tiroler Energiestrategie gefördert.
Über ein spezielles Programm können die Solarpotenzialdaten für jeden Standort im Gemeindegebiet von Sillian detailliert abgefragt werden. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme mit dem Marktgemeindeamt Sillian.

Osttirol ist tatsächlich DER Sonnenbezirk
Auf Basis von Laserscan-Daten und des digitalen Geländemodells des Landes Tirol wurde die Jahressumme der Einstrahlung durch die Sonne in kWh / m² flächendeckend berechnet. Sogar die Experten waren von den guten Werten überrascht; Osttirol hat beispielsweise um rund 100 Stunden mehr Sonne als Innsbruck und weist ein durchschnittliches Solarpotential von über 1.000 kWh / m² auf!
Abfrage des Solarpotentials: einfach und kostenlos per Mausklick
Mit diesen guten Werten bietet es sich geradezu an, die Kraft der Sonne als Energiequelle zu nützen. Zukünftig kann man kostenlos abfragen, ob und wo genau die Errichtung einer thermischen Solaranlage oder einer Photovoltaikanlage sinnvoll ist. Diese Abfragen kann jede/-r bequem übers Internet machen. Das entsprechende online-Tool zur Osttiroler Solarpotentialstudie wird zukünftig gratis unter der Website des Landes Tirol / TIRIS zur Verfügung stehen bzw. ist jetzt schon unter http://laserdata.at:8088/solar_maps/osttirol/index.html online abrufbar.
Als Faustformel gilt: Wenn der Wert der Jahressumme 900 kWh / m² übersteigt, eignen sich die Flächen für Solarthermie und Photovoltaik.
Keine Schätzung, sondern adressgenaue Berechnung des Solarpotentials
Das jährliche Solarpotential ist die Summe der direkten Strahlung, also die Sonneneinstrahlung, die von der Sonne direkt die Erdoberfläche erreicht, und der diffusen Himmelsstrahlung, welche über die Streuung an Wolken, Wasser- und Staubteilchen die Erde erreicht. Diese Summe hängt natürlich auch von der Ausrichtung und Neigung der Geländeoberfläche (z.B. Dachfläche) ab. Berücksichtigt wurde für die Ermittlung des Solarpotentials auch die sogenannte Fernverschattung (z.B. durch Berge) und Nahverschattung (z.B. Bäume). Da die Sonne nicht über das Jahr gleich intensiv und lang strahlt, wurden die Solarpotentialwerte in halbstündlichen Schritten und im Jahresverlauf berechnet und die erzielten Einzelergebnisse aufsummiert. Um den Einfluss der Bewölkung zu berücksichtigen, wurden die Ergebnisse zusätzlich mit den langjährigen Mittelwerten der örtlichen ZAMG-Stationen korrigiert und sind damit auch den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Auf einen Blick das Solarpotential für jeden Osttiroler m²
Eine Legende zeigt die unterschiedlichen Jahressummen der Sonneneinstrahlung in kWh pro m² an. Durch die unterschiedlichen Neigungen und Ausrichtungen können nämlich aneinanderliegende Flächen ganz unterschiedliche Werte aufweisen, wie das folgende Beispiel zeigt:
Die Abbildung zeigt ein Gebäude (in rechteckiger Form), wo eine Seite der Dachfläche sehr gute Einstrahlungswerte (rot) und die andere Seite mäßige Einstrahlungswerte (blau) aufweist. Die kegelartigen Formen stellen Bäume und Sträucher dar. |
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Solarpotenzialstudie Osttirol am Beispiel der Marktgemeinde Sillian
Anhand eines Beispiels lässt sich der Nutzen der Osttiroler Solarpotentialstudie am besten darstellen. Die Experten von Laserdata haben dafür das Areal rund um den Hauptplatz ausgewählt. Dieser Auszug aus den Solarpotenzialanalysen zeigt die Jahressumme, die Sonnenscheindauer für den 21. Dezember und den 21. April sowie das sogenannte Sonnenbahndiagramm für das Gemeindeamt.
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Jahressumme der Sonneneinstrahlung:
Diese Abbildung zeigt das ermittelte Solarpotential in kWh/m² und ist damit die Zusammenfassung der durchgeführten Analysen. Deutlich erkennbar sind hier die Unterschiede zwischen sehr guten (rötliche Flächen) und weniger guten Lagen (bläulich gefärbt). Aus der Legende kann man ganz einfach ablesen, ob der Jahressummenwert die 900 kWh/m² übersteigt und die Flächen sich somit für Solarthermie und Photovoltaik eignen. |
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Sonnenstunden am 21. Dezember für das Gebiet Sillian:
Die Abbildung links zeigt die maximal möglichen Sonnenstunden am 21. Dezember für Sillian.
„Maximal“ möglich bedeutet, dass bei den modellhaften Berechnungen der Sonnenstunden die Bewölkungs-situation nicht berücksichtigt wurde. Die grauen Flächen sind jene Flächen, die an diesem Tag durch Verschattungen keinen Sonne erhalten. |
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Sonnenstunden am 21. April für das Gebiet Sillian:
Die Abblindung rechts zeigt die maximal möglichen Sonnenstunden für den 21. April. Die roten Flächen werden durch die Sonne ca. 13 Stunden und die blauen Flächen rund 1 Stunde an einem wolkenlosen Tag bestrahlt.
Großer Beliebtheit erfreuen sich diese Karten bei der Grundstücks- und Immobilienbewertung. |
Das Sonnenbahndiagramm Sillian
Das Diagramm zeigt die zwölf Sonnenbahnen für jeden 21. Tag im Monat. Die schwarze Linie unten, die quer über das Diagramm lauft, stellt den Horizont (z.B. Gebirge) dar. Dadurch kann man sehen, wie lange die Sonnenstrahlen tatsächlich zum Dach des Gemeindeamtes kommen bzw. ab welcher Uhrzeit im Monat die Sonne nicht mehr über das Gebirge hervorstrahlen kann. Dieses Diagramm ist eine Grundlage für die Standortbewertung.
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Zur Vergrößerung des Sonnenbahndiagramms bitte ins Bild klicken! |
| Projekt factbox: |
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| Projektname: |
Solarpotentialstudie Osttirol |
| Auftrag: |
Ermittlung der Sonnenscheindauer und der Solarpotentiale flächendeckend für Osttirol (2.600 km²) |
| Auftraggeber: |
Regionsmanagement Osttirol |
| Auftragnehmer: |
Laserdata GmbH |
| Auftragsvergabe: |
Öffentliche Ausschreibung |
| Projektdauer: |
6 Monate |

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