Berichte > Archiv > Sillianer der Woche (12) - Markus Huber ... Mitglied des Minetti Quartett

 

 

Markus Huber wird am 20. Jänner 1979 in Lienz (Osttirol) geboren und wächst in Sillian auf. Neben seiner schulischen Ausbildung in der Volksschule Sillian und danach am BG/BORG Lienz erhält er seine erste musikalische Ausbildung in Form von Violinunterricht zunächst bei Joseph Aschan, dann bei Martin Brunner und Klavierunterricht bei Caroline Messner. Mit 15 Jahren entdeckt er die Besonderheit der Klangfarben der Viola und entschließt sich zum Wechsel zur Viola. Er besucht Meisterkurse bei Prof. Jürgen Geise und Helge Rosenkranz, sammelt erste Kammermusik- u. Orchestererfahrungen, und wird mehrfacher Preisträger beim Jugendmusikwettbewerb „Prima la musica“.

Nach der Matura mit Auszeichnung beginnt er 1997 ein Instrumentalpädagogik-Studium für Viola am Tiroler Landeskonservatorium in der Klasse von Prof. Christos Kanettis, das er 2001 mit ausgezeichnetem Erfolg und der staatlichen Lehrbefähigung abschließt. In dieser Zeit wird er auch Bratschist der Jungen Österreichischen Philharmonie und konzertiert als Mitglied des Wiener Jeunesse Orchesters unter anderem im Wiener u. Berliner Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw und auf der EXPO in Hannover.

  Ab 2001 studiert er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Konzertfach Viola u. IGP2 für Viola, zunächst in der Klasse von Prof. Wolfgang Klos u. Ulrich Schönauer, seit 2004 bei Prof. Siegfried Führlinger und dann bei Ulla Schulz. Im Dezember 2005 schließt er sein IGP 2 Studium für Viola mit Auszeichnung u. der Sponsion zum Magister artium ab.

Im Rahmen des Kammermusikunterrichts wird er von Prof. Johannes Meissl (Artis Quartett) betreut. Zusätzliche Impulse erhält er auf Meisterkursen für Viola durch Thomas Riebl, Johannes Lüthy, Hartmut Rhode, Vladimir Kossjanenko, Michael Kugel und Herbert Kefer.

In den Jahren 2002 und 2003 wird er Solobratschist des European Union Youth Orchestra (EUYO) und spielt unter Dirigenten wie Luz Köhler, Vladimir Ashkenazy und James Conlon u.a. in Darmstadt, Bozen, Athen, Zypern.

Da sein besonderes Interesse der Kammermusik, vor allem dem Streichquartett gilt, entschließt er sich 2003 ins Minetti Quartett einzusteigen. Als Mitglied des Minetti Streichquartetts kann er seither auf sehr schöne und bedeutende Erfolge und Konzerte zurückblicken. Er wird Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung u. der ÖSTIG. Darüberhinaus kann er mit dem Quartett 2003 den Gesamtsieg beim österreichischen Wettbewerb GRADUS ad PARNASSUM erringen, gewinnt 2004 die Auswahlspiele „Musica Juventutis“, „Live music now“ und „PE-Förderkreis“(Mannheim) und wird in die europäische Quartettakademie „ECMA“ aufgenommen. 2004 wird das Minetti Quartett beim 21. Intern. Kammermusikwettbewerb in Trapani (Italien) mit dem Preis der internationalen Pressejury für die „Beste Interpretation eines romantischen Werkes“ ausgezeichnet und gewinnt 2006 beim Intern. Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz den 2.Preis (bei Nichtvergabe eines 1. Preises) und den Interpretationspreis für ein Werk der Moderne.

Zu den bisher wichtigsten Konzerten zählen der Auftritt im Brucknerhaus Linz, Konzerte im Mozart- und Schubertsaal des Wiener Konzerthauses, die Auftritte bei den renommierten deutschen Kammermusikfestivals Mecklenburg-Vorpommern und Melos Logos (Weimarer Klassik), die Bundesländertournee der Jeunesse Österreich, sowie Konzerte in Luxemburg, Italien (Genua, Siena und Palermo), Washington und Braunschweig.

 

Viele weitere Projekte und Konzerte (Debüt im Brahmssaal des Wr. Musikvereins, Konzerte in New York, ...) stehen bereits in Planung.

Neben der intensiven Konzerttätigkeit versucht er sich mit seinem Ensemble ständig weiterzuentwickeln und besuchte bisher Meisterkursen bei Günter Pichler, Valentin Erben (beide Alban Berg Quartett), Paul Roczek u. im Rahmen der Europäischen Quartettakademie bei Hatto Beyerle (ehem. Alban Berg Quartett), Norbert Brainin (Amadeus Quartett), Milan Skampa (Smetana Quartett), Pietro Farulli (Quartetto Italiano), Johannes Meissl (Artis Quartett), Christoph Richter (Cherubini Quartett), Erich Höbarth (Quatuor Mosaiques) u.a..

Markus Huber spielt auf einer Viola von Giovanni Battista Ceruti, Cremona, ca. 1810, einer Leihgabe aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbank.

© Minetti Quartett

 

 

Am Montag, den 16. März 2009, waren an die 200 Besucher zum Konzert des Minetti Quartetts in den Kultursaal Sillian gekommen und konnten sich so von den hervorragenden Leistungen der MusikerInnen überzeugen, welche das Minetti Quartett in einem beinahe zweistündigen Konzert darbot.

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