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AUTONOME PROVINZ BOZEN – SÜDTIROL |
Abteilung Wasserschutzbauten |
Projekt zum Schutz vor Naturgefahren - auch für die Jüngsten: Umweltbus im Oberen Pustertal
PRO DRAU ist ein Projekt für die Drau, ihre Umwelt und ihre Bewohner im Einzugsgebiet. Die Abteilung Wasserschutzbauten des Landes Südtirol hat es ins Leben gerufen, um dem Fluss im Oberen Pustertal eine nachhaltige Entwicklung zu sichern. Dazu sollen in dem mehr als 150 km² großen Einzugsgebiet der Drau die natürlichen Begebenheiten analysiert und die vielseitigen Nutzungsansprüche neu durchdacht werden. In diesen Prozess wird auch die jüngste Bevölkerung mit einbezogen: im Rahmen der PRO DRAU-Schulprojekte gastiert für sie ein Umweltbus am Sextner Bach.
Das rollende Hightech-Klassenzimmer bietet Schulklassen vom 17. bis zum 21. Mai einen etwas anderen Unterricht. Ziel ist die Sensibilisierung der jüngsten Bewohner für die wichtigen Themen Naturschutz, Naturgefahren und Nachhaltigkeit.
„Wir erleben immer wieder, wie der unmittelbare Zugang zum heimischen Flussraum, am besten mit Gummistiefeln mitten im Fluss, den Kindern die Augen öffnet für die Faszination der Natur“, sagt der pädagogische Betreuer des Umweltbusses, Ottmar Hartwig von der Natur- und Umweltschutz-Akademie Nordrhein-Westfalen (NUA). Hartwig begleitet den neun Meter langen und 7,5 Tonnen schweren Umweltbus, genannt „Lumbricus“, schon seit 18 Jahren. |
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Selbstverständlich wird aber auch die erwachsene Bevölkerung an dem Projekt PRO DRAU beteiligt. Sobald im Sommer die technischen Analysen zu Naturgefahren, Raumnutzung, Land- und Forstwirtschaft sowie Ökologie fertiggestellt sind, kann auf dieser Grundlage die öffentliche Diskussion um die Zukunft des Drau-Einzugsgebietes beginnen. Ziel ist es, den notwendigen Schutz vor Naturgefahren in Einklang zu bringen mit den vielfältigen Interessen im Einzugs-gebiet. Dazu müssen die Ansprüche aller - der Bevölkerung ebenso wie der Wirtschaft und der Industrie, des Tourismus, der Land- und Wasserwirtschaft sowie der Umwelt selbst - zur Sprache kommen. Im Rahmen von Diskussionsforen, den sog. Drau-Foren, können alle Interessensvertreter ihre Meinungen dazu austauschen.
Im Ergebnis soll ein Einzugsgebietsplan erstellt werden, der mögliche Konflikte und Risiken aufgreift und zugleich Lösungsansätze beschreibt, um den unverwechselbaren Charakter der Drau und ihres Einzugsgebietes in Innichen und Sexten auch in Zukunft zu erhalten. Das Projekt im östlichsten Teil Südtirols wird über das operationelle Programm „Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE 2007-2013 finanziert. Realisiert wird PRO DRAU von der Abteilung Wasserschutzbauten in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Sexten und Innichen.
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