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Der März in Sillian begann in diesem Jahr mit einem bedeutenden Ereignis. Am Sonntag, dem 1.3.2009, wurde in der Hochpustertaler Marktgemeinde das 40jährige Priesterjubiläum von Dekan Franz Hofmann gefeiert. Mit einem Aufgebot an Gratulanten wurde dem obersten Kirchenchef von Sillian die Ehre erwiesen.
Eigentlich, so erzählt Franz Hofmann uns von pustertal-online zu Beginn der erste Woche seines 5. Jahrzehnts in Amt und Würden, wusste er bereits in der Volksschule, welchen Weg er einschlagen würde. „Die Neigung und das Interesse waren damals definitiv schon vorhanden. Auch von der Familie ist mir die religiöse Beziehung mitgegeben worden“, erinnert er sich zurück.

Als ältester von 4 Geschwistern musste er neben dem Studium nach dem Tod seines Vaters auch die Landwirtschaft zu Hause betreuen. Eine radikale Grundentscheidung war notwendig. Neben seinen Aufgaben am Hof, der nunmehr von seinem Bruder bewirtschaftet wird, begann der damals 18jährige sein Theologiestudium – wo er auch Gastvor-lesungen des heute amtierenden Papstes besuchte.
Seine kirchliche Laufbahn startete Dekan Hofmann im Alter von 27 Jahren mit diversen Kooperatorposten in verschie-denen Gemeinden, wie z.B. Innsbruck, Außerfern, Absam, Lienz und Ehrwald. Im Jahre 1975 übernahm er die erste Pfarrerstelle in Weissenbach. „Vorher war ich der „Beiwagen““, schmunzelt der Dekan, „ab diesem Zeitpunkt hing die volle Verantwortung an mir.“ Doch nervös sei er nicht gewesen beim ersten Auftritt, hätte er doch von Anfang an auf gute Mitarbeiter vertraut.
Vor mittlerweile 6 ½ Jahren kam Dekan Hofmann dann nach Sillian, in seine Heimat, zurück.
„Mein Beruf – oder besser meine Berufung – ist intensiv und abwechslungsreich“, beschreibt Dekan Hofmann, der – nur um eine Vorstellung seiner Arbeit in Zahlen zu bekommen – im Laufe seiner 40-jährigen Priestertätigkeit schon weit über 500 Ehen geschlossen hat, seine Erfahrungen.
Der Präsus der Kolpingfamilie Lienz, auf den die Arbeit von Adolph Kolping einen großen persönlichen Eindruck hinterlassen hat, mag seinen Beruf unter anderem deshalb so gerne, weil er die Möglichkeit hat mit Menschen zu arbeiten und viele interessante und unterschiedliche Charaktere kennenlernt.
Neben der Messvorbereitung und der Messfeier beinhaltet der Arbeitsalltag des Dekans, der meistens schon vor 6.00 Uhr morgens aufsteht, zum Beispiel Besuche im Altersheim, Krankensakramente, seelsorgerische Gespräche, Besprechungen in Gremien und vieles mehr.

Für Dekan Hofmann hat die Liturgie einen ganz besonderen Stellenwert. „Ich versuche, den Menschen mit meinen Predigten auf Basis von Bibeltexten Orientierung für den Alltag zu geben“, so Dekan Hofmann. Und von Thema zu Thema sei die Vorbereitung verschieden schwierig. „Manchmal geht es schnell von der Hand, andere Male dauert es etwas länger.“ In jedem Fall setzt er sich aber sehr intensiv mit den Texten auseinander und freut sich, dass – sicher zum Teil deshalb - seine Messen immer so gut besucht sind.
Wenn Dekan Hofmann an die vergangenen 4 Jahrzehnte denkt, kann er sich auch an manch turbulente Zeit erinnern. „Als beispielsweise die ersten Mädchen ministrieren durften“, blickt er zurück „wollten die Burschen zu Beginn streiken.“ Ein Trick musste helfen. „Könnt ihr schweigen?“ fragte der Dekan die angehenden Ministrantinnen. Das konnten sie, also probte man heimlich und fand sich 10 Minuten vor Messbeginn in der Sakristei ein. „Wir haben die Burschen überrumpelt.“ Wer gehen wollte, konnte das – allerdings – schmunzelt er – nicht über den Hinterausgang sondern mitten durch die Kirche. „Alle blieben und so war es eingeführt.“

In seiner knappen Freizeit hat Dekan Franz Hofmann ein spannendes Hobby. Er ist Amateurfunker. „Dazu muss man eine Prüfung bei der Post ablegen“, betont Dekan Hofmann den Unterschied zum Hobbyfunk. Bei guten Bedingungen könne man - laut Dekan Hofmann - auch bis nach Japan, Afrika oder Amerika funken und über meist Fachliches, wie zum Beispiel die Empfangs- und Ausbreitungsbedingungen sprechen.
Seit dem Jahr 2002 ist ein weiteres Hobby dazugekommen. Jedes Jahr, so auch heuer wieder, macht sich Dekan Hofmann auf zur Beschreitung des Jakobsweges. Dieses Jahr sind es 750 km, die er in 4 Wochen hinter sich bringen will. Leider, so sagt er, habe er während des Jahres keine Zeit zum Sporteln. Er beginne deshalb den Jakobsweg sehr langsam und steigere sich dann in den weiteren Tagen.
Bildergalerie
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Fotos: Flashlights – Viertler Nicole
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