Berichte > Archiv > Agenda Tirol - "Das Dorf - Gemeinsam Zukunft gestalten"

Landeshauptmann Günther Platter eröffnete am Freitag, dem 13. November 2009, die Auftaktveranstaltung für den Tiroler Neustart der LA21 (Lokale Agenda 21) und legte den zahlreich erschienen Bürgermeistern die Grundgedanken des Programms Agenda Tirol (LA21) nahe.

„Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger an der Erarbeitung neuer Strategien für eine positive Zukunftsentwicklung beteiligen, ist das eine nachhaltige Stärkung unserer Gemeinden und Regionen“, sieht LH Günther Platter in seiner Eröffnungsrede viele Vorteile in der Einbeziehung der Bevölkerung. Von der organisatorischen Neuordnung der Aufgaben erwartet sich der Gemeindereferent eine noch bessere Vernetzung zwischen Dorferneuerung und Lokaler Agenda 21 sowie neue Möglichkeiten zur Unterstützung der Gemeinden bei der Bewältigung ihrer Zukunftsaufgaben.

„Lebensqualität und Wohlstand zu sichern und dabei soziale Verantwortung zu leben, wirtschaftliche Leistungsfähig-keit zu erhalten und auszubauen und die natürlichen Ressourcen zu schützen. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft“, so Platter.
Die lokale Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm, welches die nachhaltigen Entwicklungsprozesse auf Gemeindeebene unter Einbezug der Bevölkerung starten will. Vorbild für dieses kommunale Handlungsprogramm ist ein 1992 von den damaligen Mitgliedern der UNO verabschiedetes globales Programm, die so genannte "Agenda 21". Nach den internationalen Konferenzen und den nationalen Strategien wird das Konzept der Nachhaltigkeit mit konkreten Aktionen auf lokaler Ebene Realität.

Welche Chancen könnten sich für die Gemeinde eröffnen?

  • in den Bürgerinnen/Bürgern steckt großes (Ideen)Potential
  • Stärkung der lokalen Identität/der Lebensgrundlagen
  • Förderung des Zusammenhaltes in der Gemeinde
  • Steigerung des Stellenwertes der Gemeinde
  • maßgeschneiderte Lösungen
  • Lebensqualität sichern

Welche Möglichkeiten könnte dieses Programm der Bürgerin/dem Bürger bringen?

  • eigene Fähigkeiten und eigene Ideen einbringen
  • aktiv informiert zu werden
  • am Gemeindegeschehen beteiligt zu sein, mitgestalten und mitentscheiden zu können
  • Spuren zu hinterlassen

Grundlegendes Ziel des Tiroler Weges ist die Erhaltung der Lebensgrundlagen für die derzeitigen und kommenden Generationen. Die Themen können dabei anlassbezogen einzelne oder breit gefächerte sein. Auf jeden Fall werden sie aber Gemeinde- oder Regionsbezug haben. Außerdem können Gemeinden ihre Projekte auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüfen oder Aktivitäten zum Thema Ehrenamtlichkeit und Freiwilligkeit starten. Mögliche Themen: Wohnen und Wohnqualität, Mobilität, Energie, Gesundheit und Umwelt, Versorgung, Entsorgung, Konsumverhalten, Kultur und Bildung, Tourismus und Freizeit, Integration, soziale Netze ...

Die Koordinationsstelle und Förderabwicklung betreffend Agenda Tirol ist beim Land Tirol bei der Dorferneuerung angesiedelt worden. Erster Ansprechpartner ist die Gemeinde. Koordinationsstelle für die Gemeinden des Bezirks Lienz ist die Agrar Lienz.

Eine breit gefächerte Vortragsreihe zeigte die Notwendigkeit der Umsetzung und ihre Chancen auf: (von rechts)

DI Nikolaus Juen, Abt. Bodenordnung-Dorferneuerung-LA 21 Tirol, Christian Gummerer, Landentwicklung Steiermark, Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller, Büro für Zukunftsfragen, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Mag. Martina Schmalnauer, Lebensministerium, DI Diana Ortner, Abt. Bodenordnung-Dorferneuerung-LA 21 Tirol, Ing. Hans Augustin, Landwirtschaftskammer und LA 21-Prozessbegleiter, Dr. Josef Heringer, Deutsche Umweltstiftung

 

Text und Fotos: Land Tirol

 

 



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