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Dekanat Lienz |
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| „Beim Fußpilgern beschränkt man sich auf das Wesentliche, weil man den schweren Rucksack immer mit sich tragen muss. Das hilft, um beim Gehen in der Natur wieder zu einem natürlichen Rhythmus zurück zu finden, der im Alltag oft verloren geht.“ (Kiana Pirol) |
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Auf dem Jakobsweg von Kärnten nach Südtirol
Montag, 29. August bis Freitag, 2. September 2011 |
Kiana Pirolt ist eine von den 20 Pilgern, die an fünf Tagen von Berg im kärntnerischen Drautal über Osttirol bis nach Nasen in Südtirol auf dem Jakobsweg unterwegs waren. Das Angebot des Dekanats Lienz nahmen aber weit mehr Menschen in Anspruch, die in der Früh zur Pilgergruppe hinzukamen und sich am Abend wieder verabschiedeten. So waren auch einige Sillianer unter den Pilgern und es war ein gemeinsames Unterwegssein für einige Stunden oder auch Tage.
Wegbegleiter für alle war dabei der Jakob des Alten Testaments, dessen Lebensweg von vielen Schwierigkeiten gezeichnet war. Trotz allem wandelte er sich in der Begegnung mit Gott. Die täglichen Impulse aus der Lebens-geschichte des Jakob regten zum Nachdenken und Hinterfragen des eigenen Lebens an. Das eigene Leben im wahrsten Sinne des Wortes zu bewegen und dabei Gedanken, Fragen und Hoffnungen auszuloten und für sich aber auch in der Gemeinschaft Gott nahe zu sein, kann das Unterwegssein als Pilger bedeuten.
Bernhard Kranebitter, Dekan von Lienz, ist dankbar für die Gespräche mit den Pilgern unterwegs und auch für die Stille, aus der man etwas mitnehmen kann: „Man merkt, dass Menschen etwas suchen, wenn sie unterwegs sind.“
Dankbar auf einer körperlich anstrengenden Strecke war man auch für unerwartete Gastfreundschaft. „Es ist so schön, wenn am Ziel freundliche Menschen, gutes Essen und Trinken warten – und man gar nicht damit gerechnet hat.“ Mathilde Dellacher, die gemeinsam mit ihrem Mann unterwegs war, kann dieses Entgegenkommen gar nicht fassen. Eine Stärkung unterwegs gab es auch in Unterried bei Maria Mascher, die für alle 36 Pilger dieses Tages ein Mittagessen vorbereitet hatte und sich über die gute Stimmung unter ihren Gästen freute.
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Fünf Tage des gemeinsamen Unterwegsseins, des Durchhaltens, des Schweigens, aber auch des Lachens und fröhlichen Beisammenseins. Morgenlob, Tagesimpuls und eine abendliche Messfeier, die alles am Tag Erlebte einbezog, begleiteten die Pilger in einem wiederkehrenden Rhythmus. Fünf Tage am Jakobsweg: eine kurze Auszeit, deren Erfahrung weiter in den Alltag wirkt und den Blick für das Wesentliche weitet.
Text: Maria Radziwon
Fotos: Bildungshaus Osttirol
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